pades - Initiativen in der Bewilligungsphase

»Nun ist die größte Hürde genommen«, kommentiert der zufriedene Dr. Ingolf Voigt, Stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS, nach dem erfolgreich bestandenen Assessment Center. In einer regelrechten Marathonsitzung mussten die Partner von pades (Partikeldesign Thüringen) über 8 Stunden dem Fördermittelgeber, Politikern und Wirtschaftsfachleuten das Konzept von Pades darstellen. Voigt war dabei einer der Vortragenden, die letztlich die Experten aus Politik und Wirtschaft von der Idee pades überzeugt haben.

Der Weg bis dahin war lang. Ein Jahr dauerten die Vorbereitungen in Workshops und Arbeitsgruppen bis ein ausgefeiltes Konzept vorlag. Die konzeptionelle Idee für pades stammt von der Glatt Ingenieurtechnik GmbH und der LEG Thüringen. Unter pades werden innovative klein- und mittelständische Firmen aus dem Bereich der Partikelsynthese und Materialentwicklung zukünftig eng zusammenarbeiten, um mit gebündelter Innovationskraft ein Komplettangebot in der Materialentwicklung zu schaffen. Damit wird das Bündnis eine Antwort auf die steigende Komplexität in der Materialentwicklung geben. Höhere Funktionalität und außergewöhnliche Performance bei Hochleistungswerkstoffen können nur noch durch die optimierte, ganzheitliche Betrachtung aller Teilschritte in der Prozess- und Wertschöpfungskette realisiert werden.

Den Kern bilden Partner mit unterschiedlichen Technologien zur Partikelsynthese und zur Oberflächenfunktionalisierung von Partikeln. Erweitert werden diese durch Unternehmen, die sich mit der Partikelverarbeitung, Bauteilherstellung und -anwendung beschäftigen bzw. über umfangreiche Kapazitäten zur Partikelcharakterisierung und zur Prozess- und Strukturmodellierung verfügen. Derzeit bilden 16 Partner dieses Bündnis pades.

Bis zum Jahr 2022 will sich das Bündnis zum weltweit größten Komplettanbieter für die Herstellung von funktionalisierten Partikelsystemen etablieren. »Bis dahin müssen die erforderlichen Strukturen aufgebaut werden und die jetzt bereits geplanten Forschungsprojekte erfolgreich realisiert werden. Und genau für diese schwierige Anfangsphase ist eine öffentliche Förderung enorm wichtig, nicht nur für die Partner in pades sondern aufgrund der Ausstrahlungskraft dieser Initiative für die gesamte Region in Thüringen«, erklärt Dr. Voigt. Mit dem bestandenen Assessment Center hat das Bündnis eine Förderzusage in Höhe von rund 12 Millionen Euro im Rahmen der Innovationsinitiative für die Neuen Bundesländer »Unternehmen Region« vom Bundesforschungsministerium erhalten. Voraussetzung dafür ist nun noch die detaillierte Prüfung der jetzt einzureichenden einzelnen Projektanträge. [07.12.2013] 

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